Nicht nur die Polonia, sondern vor allem Polinnen und Polen: Vize-Senatspräsidentin Magda Biejat zu Besuch in NRW

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Zum 15. Jahrestag der vollständigen Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes und zum 35-jährigen Jubiläum des Vertrags über gute Nachbarschaft besuchte die Vize-Senatspräsidentin Magdalena Biejat Nordrhein-Westfalen. Es war nicht nur ein reiner Höflichkeitsbesuch, sondern ein starkes Signal, dass Polen die neue Dynamik der Migration nach dem EU-Beitritt wahrnimmt.

Von Joanna Szymańska-Bica.

Von links: P. Hanke (stellvertretender Direktor Filmmuseum Düsseldorf), K. Nowak (Direktorin Mangha Museum Krakow),Y. Tsunda (Generalkonsul Japan), Prof. R. Syska (Co-Kurator), M. Biejat (Vizemarschalin des Senats RP), J. Szymanska-Bica (PSR), R. Sobczak (Gesandter Direktor de Polnischen Instituts Düsseldorf), Dr. K. Schöll-Mazurek (PSR), K Schieweck (PSR NRW), M. Gluszko (Generalkonsul der RP in Köln) Foto: T.Morozgalski, Kancelaria Senatu RP

Gast-Haus: Den Herausforderungen ins Auge sehen.

In Dortmund besuchte die Delegation das Gast-Haus e.V., um über die schwierigsten Aspekte der Migration zu sprechen: die Krisen der Obdachlosigkeit und der systemischen und sozialen Ausgrenzung. Mit der Leitung der Einrichtung, der Sozial- und der Pädagogikabteilung wurde über systemische Lücken und den Bedarf an polnischsprachiger Unterstützung gesprochen.

Der Besuch zeigte auch das enorme Potenzial und die „Stärken” der Pol*innen in NRW sowie die Traditionen polnischer Vereine; Gespräche und Interview bei PP-TV in Essen, Eröffnung der Ausstellung „Andrzej Wajda: Exhibition” und des Andrzej-Wajda-Jahres im Filmmuseum in Düsseldorf, Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Internationalen Tag der Muttersprache und Eröffnung des Polnisch- und Tschechischkurses im Oberschlesischen Landesmuseum Region in Ratingen sowie Treffen mit Vertreter*innen polnischen Organisationen im Generalkonsulat der Republik Polen in Köln.

An jedem Punkt des Besuchs wurde die Notwendigkeit betont, von einer allgemeinen Diskussion über die „Polonia” zu einer realen Berücksichtigung der Rechte, Bedürfnisse und Teilhabe von Pol*innen  – EU-Bürger*innen –  am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben in Deutschland und Polen sowohl im bilateralen Kontext als auch auf europäischer Ebene überzugehen. Besonderer Dank gilt dem Generalkonsulat der Republik Polen in Köln für die Partnerschaft und die organisatorische Betreuung des gesamten Besuchs.

Von links: Generalkonsul der Republik Polen in Köln M. Głuszko, J. Samolińska (Referentin von Senatorin M. Biejat), Dr. Schöll-Mazurek (Polnischer Sozialrat), M. Biejat (Vizemarschallin des Senats der Republik Polen), K. Lauterborn (Geschäftsführerin Gast-Haus e. V.), E. Bahr (pädagogische Leitung, Gast-Haus e. V.), J. Szymańska-Bica (Polnischer Sozialrat), J. Klinowski (Sozialarbeiterin, Gast-Haus e. V.), Rechtsanwalt M. Paprotny Foto: T.Morozgalski, Kancelaria Senatu RP

Fazit? Es ist Zeit für eine Polonia-Politik, die in den Migrant*innen nach dem EU-Beitritt vollwertige Bürger*innen Europas sieht – mit ihren Erfolgen und Misserfolgen, ihrem Potenzial, aber auch mit dem Recht auf systemischen Schutz in Krisenzeiten.

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