Pressemitteilung Nr. 1, 24.11.2019

Am 24.11.2019 wurde auf Initiative des Polnischen Sozialrates das Polnische

Bundesnetzwerk Partizipation und Soziales gegründet

Das Netzwerk besteht aus 34 Organisationen aus zwölf Bundesländern. Die Mitglieder*innen des Netzwerkes verstehen sich Initiatoren und Beförderer eines polnischen Migrationsnetzwerks und möchten das Augenmerk von Politik und Verwaltung auf die sozialen Bedürfnisse, Probleme sowie die Potenziale polnischer Migrant*innen in Deutschland lenken.

Das Bundesnetzwerk versteht sich als Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien (in Polen, Deutschland und Europa). Der Sprecher*innenrat repräsentiert das Netzwerk nach innen und außen. Die für den Sprecher*innenrat ausgewählten Personen kommen aus Bayern (Patrycja Marek, PORADA – Polnischsprachige Psychologen und Pädagogen in Bayern e.V.), Berlin, (Dr. Kamila Schöll-Mazurek, Polnischer Sozialrat e.V.), Mecklenburg -Vorpommern (Katarzyna Werth, Deutsch-Polnischer Verein für Kultur und Integration e.V.), Nordrhein-Westfalen (Joanna Szymanska-Bica, Polregio e.V.) und Sachsen-Anhalt (Krzysztof Blau, Deutsch-Polnische Gesellschaft e.V.).

Wie Dr. Marta Neüff, die Vorsitzende des Polnische Sozialrates e.V., andeutet: „Das Polnische Bundesnetzwerk Partizipation und Soziales ist ein wichtiger Schritt, die Stimme der polnischen Community auf Bundesebene zu stärken. Gemeinsam möchten wir unsere Erfahrungen in aktuelle Einwanderungsdebatten einbringen und zu einem besseren Zusammenleben aller Menschen in Deutschland beitragen. Ich freue mich auf die intensive Zusammenarbeit mit zurzeit 34 bundesweit tätigen Initiativen und Vereinen“.

Katarzyna Werth fügt hinzu: „Dank der bundesweiten Vernetzung erhält die ehrenamtliche Arbeit vor Ort ein nötiges Rückgrat und wird noch sichtbarer auf der Bundesebene. Einen weiteren Vorteil sehe ich in der Vernetzung: Der Wissenstransfer und Austausch mit anderen Regionen stellt einen universellen Mehrwert dar. Wir setzen uns aktiv für dem gesellschaftlichen Zusammenhalt ein und möchten ein einheitlicher Ansprechpartner für die Politik vor Ort und auch bundesweit als Netzwerk sein.“

Wie Frau Joanna Szymanska-Bica unterstreicht: „Es ist zwingend erforderlich, sich mit der Realität der Integrationsfragen im Sinne gesellschaftlicher Inklusion zu konfrontieren. Sich zu integrieren bedeutet, das gesellschaftliche Leben in allen Facetten strukturell mitzugestalten – das Wort und dementsprechend das Handeln zu ergreifen. Migranten polnischer Abstammung verfügen über langjährige Erfahrung und das Wissen über ihre Rechte und Pflichten, nur daraus kann gelungene Integration und vor allem bewusste Partizipation resultieren.“

In der Lenkung der Aufmerksamkeit auf Wirkungsorientierung in der Arbeit im Netzwerk sieht Patrycja Marek eine Chance „die Effektivität und nachhaltige Effizienz der Projekte zur Integration, Partizipation und Demokratiebildung zu steigern. Dabei sollen die Wissensressourcen aus dem Freiwilligen Engagement besser gesichert und für Folgeprojekte sowie zukünftige Konzeptentwicklung verfügbar gemacht werden. Auch eine angemessene Anerkennung des freiwilligen Engagements ist für eine nachhaltige Weiterentwicklung der inklusiven Zivilgesellschaft unabdingbar“.

Wie Krzysztof Blau anschließt: „Ich freue mich, dass es zu diesem Zusammenschluss gekommen ist. Die polnische Community in Deutschland ist die zweitgrößte Migrantengruppe mit einer starken Wachstumsdynamik. Sie bedarf der gezielten Unterstützung in ihrem Integrationsprozess, einer wahrnehmbaren Interessensvertretung sowie aktiven Repräsentanz in der Öffentlichkeit. Das Netzwerk ist offen für alle interessierten Organisationen und ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit“.

„Das Bundesnetzwerk baut eine Brücke zwischen den Migrant*innen und der Aufnahmegesellschaft und setzt sich für eine gleichberechtigte Partizipation der polnisch- stämmigen Menschen auf dem Arbeitsmarkt, in der Bildung und der Politik in Deutschland ein. Alle können sich einbringen und eine Anfrage für Zusammenarbeit mit oder im Rahmen des Netzwerks an uns schicken. Alle, denen demokratische Werte, Pluralismus, Chancengleichheit am Herzen liegen“, sagte Dr. Kamila Schöll-Mazurek, die seit drei Jahren das Netzwerk ausbaut.

Kontakt:
E-Mail: polnischesbundesnetzwerk@gmail.com
Tel.: Dr. Kamila Schöll-Mazurek +49 176-816 568 60

Der Polnische Sozialrat e.V. wird durch das Büro der Integrationsbeauftragten in Berlin im Rahmen der Förderung aus dem Partizipations- und Integrationsprogramm.

Mitglieder des Sprecher*innenrates, von links: Krzysztof Blau, Kamila Schöll-Mazurek, Katarzyna Werth, Patrycja Marek, Joanna Szymanska-Bica

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