EU-Fachkonferenz: Zwischen Freizügigkeit und demokratischer Teilhabe

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EU-Migration als gelebter Zusammenhalt

Was geschieht, wenn gesellschaftliche Probleme kaum sichtbar sind – obwohl sie die demokratische Teilhabe von Millionen EU-Bürger*innen beeinflussen?

Viele mobile EU-Bürger*innen arbeiten, gründen Familien und gestalten das gesellschaftliche Leben in Deutschland mit. Trotzdem bleiben ihre Erfahrungen, Hindernisse und Perspektiven in öffentlichen Debatten häufig unsichtbar. Zwischen den europäisch garantierten Rechten und ihrer tatsächlichen Durchsetzung im Alltag besteht weiterhin eine Lücke.

Wir kennen diese Lücke aus unserer täglichen Arbeit. Wir verfügen über Wissen aus den Communities, aktuelle Projektergebnisse – und konkrete Lösungsansätze.

Deshalb lädt der Polnische Sozialrat e. V. herzlich zur bundesweiten EU-Fachkonferenz ein:

Zwischen Freizügigkeit und demokratischer Teilhabe – EU-Migration als gelebter Zusammenhalt

Donnerstag, 1. Oktober 2026, 09:30–17:00 Uhr
Europäisches Haus – Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Unter den Linden 78, 10117 Berlin

Die Konferenz findet unter der Schirmherrschaft von Dr. Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, und Schirmfrauschaft Katarina Niewiedzial, Beauftragte des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration sowie Polonia-Beauftragte des Landes Berlin, statt.

Wissen sichtbar machen – Lösungen gemeinsam entwickeln

Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Perspektiven von EU-Communities in Deutschland:

  • Wie groß ist die Lücke zwischen EU-Freizügigkeit und tatsächlich verwirklichter Teilhabe?
  • Warum bleiben Diskriminierung und Versorgungslücken häufig unsichtbar?
  • Wie wirken sich fehlendes institutionelles Vertrauen und Demokratieskepsis auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt aus?
  • Welche Barrieren erleben mobile EU-Bürger*innen auf dem Arbeitsmarkt, beim Zugang zu sozialen Rechten und bei der politischen Beteiligung?
  • Wie kann Antislawismus als strukturelle Diskriminierungsform besser erkannt und bekämpft werden?
  • Was bedeutet Freizügigkeit im deutsch-polnischen Grenzraum in der gelebten Realität?
  • Welche erprobten Lösungsansätze können Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft gemeinsam umsetzen?

Die Konferenz bringt Vertreter*innen aus Politik, europäischen Institutionen, Wissenschaft, Verwaltung, Gewerkschaften, Wirtschaft, Wohlfahrtsverbänden und migrantischen Selbstorganisationen zusammen.

Zu den Mitwirkenden gehören unter anderem:

  • Dr. Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Schirmherrin der Konferenz,
  • Katarina Niewiedzial, Beauftragte des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration, Polonia-Beauftragte des Landes Berlin und Schirmherrin der Konferenz,
  • Prof. Dr. Danuta Hübner, ehemalige EU-Kommissarin und langjährige Abgeordnete des Europäischen Parlaments – Keynote,
  • Thomas Heppener, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend – fachpolitischer Impuls, Prof. Dr. Magdalena Nowicka, Leiterin der Abteilung Integration am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM),
  • Olaf Sundermeyer, Journalist, Buchautor und Redakteur im Investigativteam des rbb.

Neben fachpolitischen Impulsen, einer Keynote und einer Podiumsdiskussion werden aktuelle Ergebnisse aus der Arbeit des Polnischen Sozialrates vorgestellt – darunter der EU-Partizipationsbericht 2026.

Drei parallele Fachforen

Am Nachmittag vertiefen drei Fachforen zentrale Themen:

  1. Demokratieskepsis im Kontext mobiler EU-Bürger*innen
  2. Antislawismus als Diskriminierungsform
  3. Freizügigkeit im Grenzraum – zwischen europäischem Recht und gelebter Realität

Die Fachforen bieten Raum, die vorgestellten Befunde zu diskutieren, Erfahrungen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern zusammenzuführen und konkrete politische und praktische Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

Anmeldung

Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Bitte melden Sie sich bis zum 28.09.2026 an. Im Anmeldeformular wählen Sie zugleich eines der drei Fachforen aus.

Bereits angemeldete Teilnehmer*innen bitten wir, das Formular ebenfalls zu nutzen, um sich für eines der Fachforen anzumelden.

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Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Die Tagesmoderation übernimmt Magdalena Gwóźdź-Pallokat.

Im Anschluss an das Fachprogramm laden wir zum Meet & Greet und zur Ankündigung der Gründung über zukünftige Formen der bundesweiten Interessenvertretung ein. Zudem besteht die Möglichkeit, die multimediale Ausstellung „Erlebnis Europa“ im Erdgeschoss des Europäischen Hauses zu besuchen.

Wir freuen uns darauf, Sie am 1. Oktober 2026 in Berlin begrüßen zu dürfen!


Die EU-Fachkonferenz findet im Rahmen des Projekts „Kooperationsverbund für Vielfalt und Zusammenhalt: Chancengerechtigkeit in der pluralen Gesellschaft“ statt.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie von der Robert Bosch Stiftung gefördert und von der Beauftragten des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration unterstützt.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des Europäischen Parlaments statt.

Veranstalter: Polnischer Sozialrat e. V.